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Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jahrsrückblick und Resümee 2016

So kurz vor dem Jahreswechsel tendiert man ja im Allgemeinen dazu die vergangenen Ereignisse und Erlebnisse reflektiert zu betrachten und zu bewerten. Mein ganz persönlicher Abschied vom Jahr 2016 lautet „Auf nimmer Wiedersehen!

Ich schreibe auf diesem Blog ja überwiegend von meinen Handarbeiten und über mich selbst und die kleinen und großen Macken die meinem Alltag begleiten. Die schweren und schwierigen Themen, werden hier wenn überhaupt nur angerissen, das halte ich bewusst so. Für mich ist dieser Blog eine Art von Auszeit vom Alltag, bestimmt geht es dem ein oder anderen von euch ähnlich. Politik, Wirtschaft, Soziales, Religion und so weiter sind hier nur Zaungäste. Nicht Alles war in diesem Jahr schlecht, aber es gab eine Menge Dinge, die ich mir anders gewünscht hätte oder die sich zukünftig nicht wiederholen sollten. Das gilt sowohl für persönliche Belange als auch ganz allgemein in den oben aufgelisteten Themenbereichen.
Hier im Blog geht es um die kleinen Erfolge, die Dinge die einem trotz der anderen Widrigkeiten positiv in Erinnerung bleiben und einem den Auftrieb geben weiter zu machen.

 
Schlehenwald wird mit dem Jahreswechsel ein Jahr alt und da halte ich es für eine gute Idee, genauer hin zu schauen. Was mich an diesem Erstversuch hat fest halten lassen, welche Sachen waren erfolgreich, was war so oder anders geplant? Und lassen sich daraus Spekulationen für die Zukunft ableiten?

Um mir noch einmal vor Augen zu führen wie dieser Blog in einem Jahr gewachsen ist, habe ich noch einmal ganz am Anfang begonnen und musste recht schnell feststellen, dass ich mir viel Spielraum gelassen habe, trotz eines schon im zweiten Post vorgestellten Konzepts, dem ich dann nur in Teilen gefolgt bin.

Ich hatte zu Beginn schlicht vor, vom passiven Mitleser zu einem aktiveren Mitglied der Online-Community zu werden, den Status als Gast aufzugeben und mich sichtbar zu positionieren. Nun, ich habe einen Namen, einen Blog und darin jede Menge persönliche Anekdoten und Einblicke geteilt, aber bislang habe ich darauf verzichtet ein Bild dazu zu liefern. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, die zu erläutern wahrscheinlich erst dann Sinn macht, wenn ich diesen unbebilderten Status aufgebe. Noch ist dieser Zeitpunkt aber nicht gekommen, momentan finde ich es noch hilfreich meine Real-Life-Identity nicht vollständig zu teilen. Dabei geht es nicht um ein Verstecken, sondern um ein Stück Freiheit, das einem die „Anonymität“ bittet. Ich schreibe dadurch leichter, freier und ohne eine Zensur, die ich mir auferlegen würde, müsste ich befürchten mein Chef, meine Nachbarin oder die ehemaligen Klassenkameraden aus der Jugendzeit würden hier mitlesen. Die Chancen dafür stehen zwar ausgesprochen schlecht, aber noch will ich mich dieser Herausforderung nicht stellen.

Mein Fahrplan beinhaltete vier Punkte, gleich zu Anfang wollte ich mich mit den ganzen Möglichkeiten des Bloggen auch in schriftlicher Form auseinander setzten und Erfahrungen teilen. Aber das habe ich nie getan, tatsächlich hat sich hier im Bezug auf Layout und Design so gut wie nie etwas verändert. Ich habe mich immer damit begnügt das Nötigste zu lernen und dann den Fokus wieder auf Inhalte gelegt. Schade finde ich das schon, denn auf den Blogs denen ich folge und die vielen Anderen auf denen ich ebenso regelmäßig mitlese, sehe ich tolle Designs, anregende Ideen und stetige Evolution in Sachen Blog-Gestaltung. Während ich immer noch mit der schmucklosen und langweiligen Standartausführung daher komme. Vielleicht liegt es neben einem mangelnden technischen Verständnis vor allem daran, dass ich gerne Sachen mit den Händen und durch physische Arbeit herstelle und weniger kreativ bin, wenn man mich mit einem zweidimensionalen Computerbildschirm konfrontiert. Aber ich habe mir für das neue Jahr fest vorgenommen das Blog-Design noch einmal in Angriff zu nehmen, schließlich bin ich nach einem Jahr auch nicht mehr zu einem Untertitel berechtigt, der lautet „Ein Blog in seinen Anfängen“.

Das Anti-Lurking Projekt würde ich als Teilerfolg verbuchen wollen, durch die Teilnahme an den unterschiedlichen Link-Partys, vor allem dem Creadienstag bin ich doch um Erreichbarkeit und Austausch mit Anderen bemüht. Klar sollte ich noch mehr Kommentare schreiben und vielleicht auch der ein oder anderen Bloggergemeinschaft beitreten, aber das kann ja noch werden.
Weil ich auch Andernorts aktiv bin und die Abwechslung die mir unterschiedliche Foren bieten mag, kann ich mich nicht nur aufs Bloggen verlegen. Noch mehr Zeit online zu investieren ist immer schwierig, denn das reale Leben fordert immer gebührend Aufmerksamkeit und an manchen Tagen hat man schlicht und ergreifend nichts wertvolles zur Blogger-Community beizutragen, deshalb bin ich mit meinem aktuellen Level an Online-Aktivität ganz zufrieden.
Ich gebe gerne Komplimente und ich freue mich riesig über Alle die hier bei mir die Zeit aufwenden um mir ihre Meinung mit zu teilen. Anonym habe ich seit über einem Jahr nicht mehr kommentiert und bei Themen zu denen ich mich gerne äußern möchte, habe ich das viel häufiger getan als zuvor, also kann ich mich wohl getrost vom Label „Lurker“ lösen.

Als persönlichen Interessenschwerpunkt habe ich damals Handarbeiten und DIY genannt und wenn ich mir die Label-Liste ansehe und die vielen Beiträge zum Creadienstag zusammenzähle, dann kann ich mir mit Überzeugung 100/100 Punkten geben.
Dabei lag der Fokus auf den klassischen Handarbeiten, ging aber gelegentlich aber darüber hinaus. Nähen steht bei mir immer an, deshalb wundert es mich nicht im geringsten, dass eines der am häufigsten verwendeten Label „Nähen“ lautet.
Meist waren es kleine Nähsachen die es auf diesen Blog geschafft haben, die zeitintensiven Nähereien sind im vergangenen Jahr oft zu kurz gekommen. Das soll sich ändern, in 2017 würde ich gerne mehr Bekleidung nähen und detailliert über den Entstehungsprozess schreiben. Vielleicht schaffe ich es dann auch endlich mich häufiger am MeMadeMitwoch zu beteiligen, eine genauso tolle Gruppe von Bloggern wie die treuen Creadienstag-Teilnehmer.
Fleißig gehäckelt habe ich auch und mich gegen Ende des Jahres intensiv mit dem Stricken beschäftigt. Mein Ziel für das kommende Jahr ist es weiter so viele Handarbeiten zu kreieren, aber auch mal über die Klassiker hinaus neue Techniken und DIY-Projekte in Angriff zu nehmen. (Ein ganz tolles Projekt steht schon für den Januar in den Startlöchern, ich versuche mich an der Restauration eines alten Stuhls.)
Mehr in Sachen Handarbeiten in 2016 kann man auch im Post „Top und Flop 2016“ lesen.

Als letzten inhaltlichen Punkt hatte ich das Projekt „Lot: To Do“ vorgestellt, musste selbiges aber nach wenigen Wochen erst einmal auf Eis legen, wegen des unerwarteten Ablebens meines alten Laptop. Was auch der Grund für Wochen andauernde Inaktivität auf dem Blog war. Danach war ich einfach nicht mehr mit dem Herzen bei der Sache und deshalb habe ich das Projekt nie wieder hier aufgenommen. Bis zur Mitte des Jahres habe ich fleißig Lose gezogen und mal mehr mal weniger erfolgreich Aufgaben erledigt, aber nie mehr das Bedürfnis gehabt darüber zu schreiben. Schließlich schlief auch das letzte bisschen Enthusiasmus ein und die restlichen Lose warten noch immer auf ihre Ziehung.
Für eine Wiederholung solch eines Vorhabens sehe ich schwarz. Vielleicht findet sich zukünftig neben den Posts zum kreativen Selbermachen noch ein anderes berichtenswertes Thema, momentan habe ich aber nichts konkretes ins Auge gefasst. Lassen wir uns dahingehend also überraschen.

Außer den genannten guten Vorsetzen bin ich weiterhin offen für Veränderungen am Blog und seinen Inhalten, im natürlich wachsenden, langsamen Tempo und voraussichtlich in der bekannten Richtung. Da ich nicht geneigt bin mir oder dem Leser Versprechungen zu machen, die sich nicht einhalten lassen, müssen wir uns auch in naher Zukunft durch das Dickicht des „Schlehenwald“ hindurchzwängen, und abwarten wohin es uns dadurch verschlägt.

Mein Resümee zum ersten Jahr als Bloggerin fällt positiv und zuversichtlich aus, ich bin immer noch ein kleines Licht am Rande dieser gewaltigen Community, aber ich bin aktiv dabei und das ist in meinem Buch ein Erfolg.


Ich freue mich auf das kommende Jahr, auf ein zweites Jahr als Blogger und auf all die Abenteuer die Beides mit sich bringen. Bevor ich mich bis ins nächste Jahr verabschiede will ich noch ein paar Dankesworte los werden, die mir am Herzen liegen:

Ich bedanke mich herzlich bei jeden Einzelnen, der hier mitliest und ganz besonders bei denen, die sich die Zeit für Kommentare nehmen. Vielen lieben Dank euch Allen! Ihr gebt mir das Gefühl nicht allein im Wald zu stehen ;) - ein unbezahlbar gutes Gefühl!


Nur das Beste, Gesundheit, Freude und Glück für das Jahr 2017

wünscht euch


Sophie

Kommentare:

  1. Liebe Sophie,
    ich freue mich auch im nächsten Jahr über einen kreativen Austausch mit dir ;-)))).
    Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht dir
    Ursula

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  2. Liebe Ursula,
    vielen lieben Dank für all deine Kommentare und die Inspiration die ich durch deine Beiträge und deinen tollen Blog erfahren durfte. Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr und alles erdenklich Gute für 2017.
    Lieben Gruß
    Sophie

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